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13.01.2012, 16:46 Uhr | lr-online.de
Sponsoren retten Waldschullehrer
Manfred Meehs darf weiter in der Waldschule Börnichen arbeiten. Neun Monate lang musste der beliebte Walschullehrer Manfred Meehs wegend er Forstreform um seinen Arbeitsplatz bangen. Nun ist klar: Er darf auch künftig seiner pädagogischen Tätigkeit in der Waldschule nachgehen - mit Hilfe einer raffinierten Lösung und dank dreier Lübbener Sponsoren.

Ein Schicksal als Munitionsberger drohte ihm zeitweilig. Das Wort Sozialauswahl schwebte wie ein Damoklesschwert über ihm. Weil Manfred Meehs Sozialpunkte fehlten, sollte ein anderer Kollege seine Arbeit übernehmen. So sahen es die Umstrukturierungspläne im Zuge der Forstreform in Brandenburg vor. Am Ende jedoch konnte diesen ein Schnippchen geschlagen werden. "Die Waldschule steht und fällt mit Manfred Meehs", verdeutlicht Diana Morch ihre und die Beweggründe aller Mitstreiter, das drohende Schicksal des engagierten Waldschullehres noch abzuwenden. Oberforstrat Frank Wehnert pflichtet der Vorsitzenden des Waldschulvereins bei: "Die Existenz der Waldschule stand auf dem Spiel."

Bis zur Rettung dieser und ihres so wichtigen Mitarbeiters war es jedoch ein steiniger Weg. "Das Land kann nicht so ohne weiteres Sponsorengelder annehmen", erklärt Diana Morch. Eine kreative Lösung musste her - zudem eine, die keine Klagewellen anderer Mitarbeiter nach sich zieht. Manfred Meehs wurde in Absprache mit dem Land schließlich ein Projekt anvertraut - die Erneuerungdes Lehrpfades an der Waldschule. Hier nun kommen die Sponsoren ins Spiel, die Manfred Meehs auch künftig ein volles Entgelt und damit auch seinen angestammten Arbeitsplatz sichern. Für Detlef Günther, Geschäftsführer der Stadt- und Überlandwerke Lübben (SÜW), war schon vor vielen Monaten klar, dass man hier die Initiative ergreifen müsse. "Das war gar keine Frage", sagt Günther, der als Jäger Kontakt zu Frank Wehnert hat und sich als "sehr naturverbunden" beschreibt. In allen Ecken von Lübben habe er zudem mitbekommen, welch hohe Anerkennung Manfred Meehs allerorten zuteil wird.

Mit zwei kurzen Anrufen habe Günther schließlich Jan Bücher vom Reha-Zentrum und Dietmar Schäfer, Geschäftsführer der Tief- und Landschaftsbau Tieba GmbH, überzeugen können. Auch Jan Bücher wollte nicht einfach mitansehen, wie Dinge gestrichen werden, "die keine Lobby haben". Für ihn sei die Waldschule sehr wertvoll. "Wir müssen irgendwann begreifen, dass solche Initiativen wichtig sind", sagt er. "Es ist doch schlimm, wenn Kinder keine Tiere und Pflanzen mehr kennen."

Dass die kleinen Besucher auch künftig von einem echten Experten alles über die Natur erfahren werden, ist nun gesichert. Manfred Meehs ist glücklich darüber und sehr dankbar: "Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk."
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