„Wasserreich Spree“ soll neuen Namen bekommen
Das Millionenprojekt „Wasserreich Spree“ wird nach seiner Realisierung möglicherweise nicht mehr so heißen. Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) sprach in diesen Tagen von einem „Arbeitstitel“. „Lübbeneum“ oder „Vivaneum“ stehen demnach als alternative Bezeichnungen im Raum.
Bretterbauer hatte das Projekt, das nahe der Schlossinsel entstehen soll, jüngst Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) vorgstellt und es als „Willkommenszentrum für Brandenburg“ dargestellt. Vogelsänger zeigte sich nach der Präsentation nicht unbeeindruckt und lobte Lübben auch mit Blick auf den geplanten Wasserwanderstützpunkt als „Stadt der Ideen“. Ohne konkreter zu werden, sagte er, dass das rund 14 Millionen Euro teure Projekt „im Schulterschluss der Stadt mit Kreis, Land, Bund und EU“ zu stemmen sein müsste.
Zuvor hatte sich bereits der Landkreis Dahme-Spreewald angetan gezeigt vom überarbeitetetn Konzept zum „Wasserreich Spree“. Die anfängliche Zurückhaltung sei einer „klaren Auffassung“ darüber gewichen, jetzt möglichst rasch konkrete Vorstellungen hinsichtlich der Finanzen zu definieren, so Bretterbauer, damit der Kreistag schon in Kürze entsprechende Beschlüsse fassen könne. Zuvor jedoch wollen die Stadtverordneten möglichst schon im September einen Grundsatzbeschluss zum „Wasserreich“ fassen. Lübbens Stadtoberhaupt geht nach Gesprächen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises davon aus, dass es keine finanzielle Beteiligung Dritter geben wird und sich Stadt und Land die Eigenanteile im Falle einer Förderung teilen müssten. Bretterbauer rechnet im optimistischsten Fall mit drei bis 3,5 Millionen Euro, welche die Stadt zu tragen hätte. Das „Wasserreich Spree“ soll eine Erlebniswelt für Jung und Alt werden, welche auf moderne Weise die Region um die Spree darstellt. Die Planungsagentur leisureworkgroup aus Hamburg geht von bis zu 170 000 Besuchern jährlich aus. |